Für zu Hause

Es gibt eine Vielzahl von Spielzeugen und Hilfsmitteln um die Entwicklung des Kindes zu fördern und zu unterstützen. Allerdings sind nicht alle wirklich geeignet, um die Motorik zu fördern und nicht zu „be“hindern.

 

Die Kinderphysiotherapeutinnen informieren sich laufend über die auf dem Markt befindlichen. Hier finden sie einen kurzen Überblick über sinnvolle und unsinnige Hilfsmittel. Das Wichtigste bei allen Hilfsmitteln ist es, dass sich der Säugling  frei auf dem Boden bewegen kann


Empfehlenwertes

Hochstuhl

 

Der Hochstuhl ist gut geeignet um die Mahlzeiten am Tisch einzunehmen und unterstützt den sozialen Kontakt des Säuglings mit der Familie. Wichtig ist es, dass die Fußstütze und die Sitzhöhe richtig eingestellt sind.  Beginnen Sie mit dem Einsatz eines Hochstuhles ebenfalls erst, wenn die Fähigkeit zum Sitzen erreicht ist.

 

Laufgitter

 

Das Laufgitter dient vor allem der Sicherheit des Kindes, wenn es sich schon im Raum selbständig bewegen kann. Da es den Bewegungsraum sehr stark eingrenzt, sollte die Aufenthaltszeit so kurz wie möglich gehalten werden.

 

 

Spielbogen

Spielbögen sind interessant, wenn das Spielzeug tief genug hängt, so dass der Säugling sie mit den Händen und Füssen ergreifen kann. Sie sollten nicht oberhalb des Kopfes platziert werden.

 

Lagerungskissen

Diverse Lagerungskissen können, sofern sie richtig eingesetzt werden, die motorische Entwicklung unterstützen.

Während des Schlafens dürfen aber keine Kissen verwendet werden.

Weitere Ideen finden sie hier.

 

 

Laufrad

Es fördert das Gleichgewicht, die Koordination, die Reaktion und das Raumgefühl.

 

 

Gehwagen

Es dient dazu, dem Kind die ersten Vorwärtsschritte zu erleichtern und ein Gefühl für die Gewichtsübernahme auf die eigenen Beine zu fördern.

 

 

 

 

 

 

Nicht-empfehlenswertes

Lauflernhilfe

Das Kind wird in die aufrechte Position gebracht, bevor es dazu selbstständig in der Lage ist. Es kann seinen Rücken und seine Füsse sind noch nicht genügend stabilisieren. Durch den viel zu frühen Bodenkontakt der Füsse wird sich der Säugling auf den Zehenspitzen vorwärtsstossen und falsche Bewegungsmuster trainieren. Zudem besteht die Gefahr in Bereich von Schwellen oder Treppen, dass das Gerät samt Säugling umkippt und erhebliche Verletzungen verursachen kann. (in Österreich und Kanada sind die Lauflernhilfen gesetzlich verboten)

 

 

Bimbo Sitz

Das Kind wird gesetzt, bevor sein Rücken stark genug dafür ist.

Die starke Fixation hindert das Kind, sich frei zu bewegen.

 

 

Jumper Sitz

Beim Jumper wird ebenfalls häufig nur der Vorfuss oder die Zehen eingesetzt, um in Bewegung zu kommen. Was der normalen gesunden motorischen Entwicklung nicht entspricht. Zudem kann der Säugling herausfallen und sich verletzen oder am Türrahmen anschlagen.

 

 

 

© Physiotherapia Paediatrica, Kontakt